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2006

3. April 2006

Österreichische Volksbanken-AG präsentiert neuerliches Rekordergebnis und bestes Ergebnis der Geschichte

Mit Erwerb der Investkredit-Gruppe Basis für neue Konzernstruktur gelegt

Wien – Die Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG), eines der führenden österreichischen Finanzinstitute, präsentierte anlässlich der heutigen Bilanzpressekonferenz ihr fünftes Rekordergebnis in Folge mit deutlichen Verbesserungen der relevanten Kennzahlen. Der Jahresüberschuss stieg zum 31. Dezember 2005 um 82 % auf EUR 160,4 Mio. „Dies ist das bisher beste Ergebnis in der mehr als 80-jährigen Geschichte der Österreichischen Volksbanken-AG. Es zeigt, dass wir die richtige Strategie haben, die uns auch in eine gesicherte Zukunft gehen lässt, “ so ÖVAG-Generaldirektor Franz Pinkl. Die überaus dynamische Geschäftsentwickung des Jahres 2005 war sowohl durch organische Zuwächse als auch durch die Übernahme der Investkredit-Gruppe geprägt und brachte der ÖVAG ein außerordentliches Wachstum. 

„Das unumstrittene Highlight des Jahres war der Erwerb der Investkredit-Gruppe inklusive der Kommunalkredit Austria AG. Durch diese Akquisition ist es gelungen, nicht nur unsere Position im Bereich der Finanzierung von Unternehmen massiv zu stärken, sondern auch Nummer eins in der Kommunalfinanzierung zu werden. Zudem haben wir durch die Zusammenführung der Immobilienaktivitäten im Konzern einen noch schlagkräftigeren Player im In- und Ausland geschaffen,“ sagt Generaldirektor Pinkl.


Wachstum

Mit einer Steigerung ihrer Bilanzsumme um 131 % auf EUR 54,8 Mrd. gegenüber dem Jahr 2004 dokumentiert die ÖVAG die besondere Dynamik des Jahres 2005, in dem sie ihre Stellung als einer der fünf größten österreichischen Bankenkonzerne mehr als deutlich unterstrichen hat.
Die Forderungen an Kunden stiegen um EUR 14,7 Mrd. (+103 %) auf EUR 29 Mrd. – zum einen durch die Einbeziehung der Investkredit-Gruppe um EUR 13,3 Mrd.; zum anderen konnte ein Forderungszuwachs um rund EUR 1,0 Mrd. von den Banken und Leasingunternehmen in Mittel- und Osteuropa erzielt werden. Das Gesamtvolumen der Finanzinvestitionen belief sich per Ultimo auf EUR 15,7 Mrd. Die erstmalige Einbeziehung der Investkredit-Gruppe löste ein Plus bei den   Finanzinvestitionen um EUR 11,2 Mrd. aus.

Die gesamten Primärmittel (Kundeneinlagen, verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital) stiegen um 133 % bzw. 21,6 Mrd. EUR auf EUR 37,8 Mrd. Die Loan/Deposit-Ratio (Verhältnis der Kundenforderungen zu den Primärmittel) lag bei einem guten Wert von unter 80 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen um EUR 2,0 Mrd. (+30 % über dem Wert des Ultimo 2004) von EUR 6,6 Mrd. auf EUR 8,6 Mrd. Die verbrieften Verbindlichkeiten betrugen im Vorjahr EUR 8,9 Mrd. und zeigen einen markanten Zuwachs von EUR 19 Mrd. auf EUR 27,9 Mrd. Primär ist für diese Steigerung die Vollkonsolidierung der Investkredit-Gruppe verantwortlich, durch die das Volumen um EUR 18,3 Mrd. wuchs.
 

Die bankrechtlichen Eigenmittel der ÖVAG-Gruppe betrugen zum 31.12.2005 EUR 2,7 Mrd. Der Kauf der Investkredit-Gruppe wurde zu einem Teil durch die bestehenden Eigenmittelüberschüsse und zum anderen Teil durch die im Dezember 2005 durchgeführte Kapitalerhöhung der ÖVAG, die einen Emissionserlös von EUR 311 Mio. erbrachte, finanziert. Die Eigenmittel-Ratio (Eigenmittel im Verhältnis zur Bank- und Handelsbuch-Bemessungsgrundlage) betrug 10,2 %. Pinkl: „Die Eigenmittelübererfüllung beträgt rund 600 Millionen Euro, womit wir unseren Kunden größtmögliche Sicherheit bieten.“ Die Tier I-Ratio (Verhältnis Kernkapital zur Bank- und Handelsbuch-Bemessungsgrundlage) lag bei 7,3 %.


Gewinn- und Verlustrechnung

Die operativen Einheiten des Konzerns erzielten im Berichtsjahr deutliche Verbesserungen: Der Konzern-Jahresüberschuss von EUR 160 Mio. übertrifft das Vorjahresergebnis um EUR 72 Mio. oder 82 %. Das EGT des ÖVAG-Konzerns beträgt für den Berichtszeitraum EUR 220 Mio. und liegt damit um EUR 76 Mio. bzw. 53 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mehr als die Hälfte trug dazu das Geschäft im Inland bei, rund ein Drittel des EGT wurde in den Wachstumsmärkten Mittel- und Osteuropas erzielt, der Rest entfällt auf sonstige Märkte. Der Return on Equity (ROE) liegt bei 13,5 %.
Erfreulich die Entwicklung des Zinsüberschusses: Er wies mit EUR 478 Mio. die größte Steigerung von EUR 100 Mio. (+ 27 %) gegenüber dem Vorjahr auf. Dabei trug die neu konsolidierte Investkredit-Gruppe EUR 70 Mio. bei. Durch das Wachstum in Mittel- und Osteuropa erzielten die Bank- und Leasingtöchter einen um EUR 27 Mio. höheren Zinsüberschuss von EUR 192 Mio.

Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft stieg von EUR 42 Mio. auf EUR 59 Mio. Dies ergab sich in erster Linie durch die Belebung des Kreditgeschäftes in Mittel- und Osteuropa.

Die Risk/Earnings-Ratio (= Verhältnis der Kreditrisikovorsorge zum Zinsüberschuss) der Gruppe weist mit 12 % einen in der Bankbranche hervorragenden Wert auf. Das Verhältnis Risikovorsorge zur Solvabilitätsbemessungsgrundlage (= Basis für Eigenmittelbedarf aus Kreditrisiko) konnte weiter auf einem sehr niedrigen Niveau von 0,3 % gehalten werden.

Die Provisionserträge haben ÖVAG und Investkredit-Gruppe um insgesamt EUR 13 Mio. oder 13 % auf EUR 109 Mio. verbessert. Den größten Anteil am Provisionsergebnis bilden die Provisionen aus dem Girogeschäft und Zahlungsverkehr sowie dem Wertpapier- und Depotgeschäft mit 66 %.
Eine besonders deutliche Zuwachsrate von 66 % wies der ÖVAG-Konzern im Handelsergebnis auf. Der weitere Ausbau im Angebot von strukturierten Produkten trug zur Steigerung des Ergebnisses um EUR 28 Mio. auf EUR 70 Mio. maßgeblich bei.

Das Filialnetz im Ausland wurde um fast 40 Geschäftsstellen auf mehr als 180 erweitert. Damit verfügt der Konzern per Jahresende 2005 bereits über ein Bankennetzwerk  von mehr als 260 Filialen in Österreich und Mittel- und Osteuropa. 

Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern stieg um rund 500 auf knapp 5.500 Mitarbeiter im Jahresmittel. Zum Jahresultimo betrug der Mitarbeiterstand knapp 6000. In dieser Steigerung ist die neu hinzugekommene Investkredit-Gruppe mit 270 Mitarbeitern (aliquot) erfasst. Fast der gesamte organische Personalzuwachs entfiel auf die Banken und Leasinggesellschaften Mittel- und Osteuropas. Besonderen Wert legt die ÖVAG auf die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter: Die Aufwendungen für Ausbildungsmaßnahmen stiegen um 18 % gegenüber dem Jahr 2004.

Entsprechend der Expansion der ÖVAG-Gruppe erhöhten sich die Verwaltungsaufwendungen um EUR 65 Mio. auf EUR 442 Mio. Zwei Drittel dieser Steigerung gehen auf die erstmalige Einbeziehung der Investkredit-Gruppe in den ÖVAG-Konzernabschluss zurück, der Rest ist auf die Verdichtung des Netzwerks in Mittel- und Osteuropa zurückzuführen. Die Cost-Income-Ratio (Verhältnis des Verwaltungsaufwandes zum Zins-, Provisions- und Handelsergebnis sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis und dem Erfolg aus Finanzinvestitionen) konnte von 67 % auf 61 % verbessert werden, was auf die konsequente Kostenpolitik in der ÖVAG-Gruppe zurückzuführen ist.

Das sonstige betriebliche Ergebnis und der Erfolg aus Finanzinvestitionen von EUR 64 Mio. liegen um EUR 18 Mio. über dem Vorjahreswert. Dabei sind folgende Sonderfaktoren zu berücksichtigen: Zum einen wurde aus der Abgabe von Anteilen an der Volksbank International-Gruppe und an der Volksbank GHB Kärnten AG ein Nettoerlös von EUR 63 Mio. erzielt. Zum anderen enthält diese Position Kosten für die erfolgreich abgewickelte Vollübernahme und Integration der Investkredit-Gruppe in Höhe von EUR 21 Mio.


Segmente

In den Segmenten Kommerzgeschäft und Immobilien konnte der Jahresüberschuss vor Steuern jeweils mehr als verdoppelt werden (von EUR 10 Mio. auf EUR 20 Mio. bzw. von EUR 22 Mio. auf EUR 49 Mio.). Zum einen wirkt sich die erstmalige Konsolidierung der Geschäftsfelder Unternehmen und Immobilien der Investkredit-Gruppe positiv auf diesen Zuwachs aus, zum anderen konnten die bestehenden Geschäftsfelder ihre Gewinne deutlich steigern. Im Segment Kommunen konnte mit der neu konsolidierten Kommunalkredit Austria AG das Ergebnis vor Steuern um 12 % auf EUR 26 Mio. gesteigert werden.

Im Segment Retail konnten die Gewinne in Mittel- und Osteuropa trotz hohen Margendrucks stabil gehalten und der Netzwerkausbau so weiter finanziert werden. Rechnet man das Ergebnis der VB GHB Kärnten AG aus 2004 heraus, so zeigt sich eine weitere Festigung der Ertragslage im Retailbereich in Österreich. Insgesamt trägt das Segment Retail mit EUR 50 Mio. fast ein Viertel zum Konzern-Ergebnis vor Steuern bei. Das Treasury-Ergebnis konnte durch starke Handelsgewinne weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden und ist mit EUR 56 Mio. oder 26% der größte Ertragsträger im ÖVAG-Konzern.

Ausblick 2006

Die Integration der Investkredit-Gruppe bestimmt maßgeblich das erste Halbjahr 2006: Die Segmente Unternehmensfinanzierung sowie Immobilien werden in der Investkredit Bank AG gebündelt. Das Group Treasury mit dem gesamten Eigenhandel wurde in der Konzernmutter Österreichische Volksbanken-AG konzentriert. Der damit verbundene Austausch von Personalressourcen ist mit Ende des ersten Quartals 2006 bereits maßgeblich vollzogen. Die Kommunalkredit Austria AG firmiert in der neuen Konzernstruktur als Tochtergesellschaft der Österreichischen Volksbanken-AG.

Aufgrund der Prognose eines weiterhin kräftigen Wirtschaftswachstums in den  relevanten Märkten und der hervorragenden Entwicklung im Konzern rechnet die Österreichische Volksbanken-AG auch 2006 mit einem anhaltenden Zuwachs in allen Segmenten. Die Indikationen des ersten Quartals 2006 bestätigen diese Erwartungen.  Das EGT soll heuer auf EUR 280 Mio. gesteigert werden, was einem neuerlichen Zuwachs von fast 30 % entspricht.


Rückfragen bitte an:
Gerlinde Maschler
Österreichische Volksbanken-AG
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit / Head of Public Relations
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