Nachhaltigkeit („Sustainability“) bedeutet, die wirtschaftlichen Ziele der Investkredit mit den gesellschaftlichen Anforderungen zu verbinden. Sie bedeutet auch einen verantwortlichen Umgang mit der Umwelt. Für Banken besteht Umweltbewusstsein in einem Ressourcen schonenden Bankbetrieb im Verbrauch sowie in der Entsorgung. Dieses Selbstverständnis ist integrierter Bestandteil des lokalen, regionalen und globalen unternehmerischen Handelns. Nachhaltigkeit ist damit als langfristig angelegte Strategie mit dem Ziel einer optimierten Wertschöpfung zu verstehen. Für die Investkredit als Spezialbank für langfristige Finanzierungen war nachhaltiges Wirtschaften schon immer ein wesentlicher Teil ihrer Identität und Geschäftstätigkeit. Die langfristige Orientierung erfordert eine aktive Auseinandersetzung mit den Chancen und Risken der Kunden bei sich rasch ändernden Umfeldbedingungen. Nachhaltigkeit findet in der strategischen Ausrichtung der Aktivitäten und der wirtschaftlichen Erfolge in den letzten Jahren seinen Ausdruck. Getragen wird diese Haltung vom Management und von allen MitarbeiterInnen, die durch ihr persönliches Engagement zusätzliche Potenziale für die Realisierung einer nachhaltigen Wertschöpfung schaffen. Konkret bedeutet diese Ausrichtung, dass die Investkredit in ihren Geschäftsentscheidungen auch darauf achtet, wie Kunden und Partner zur Nachhaltigkeit stehen. Darüber hinaus hat sich die Investkredit traditionell in Fragen der Umwelt- und Ressourcenschonung engagiert. Als Beispiel ist die langjährige Aufgabe der Kommunalkredit als Manager der Umweltförderung des Bundes zu nennen. Diesem Selbstverständnis entspricht auch das Engagement der Investkredit in der Umsetzung des Kyoto-Protokolls zur CO2-Reduktion. Die Forcierung alternativer Energieträger wie beispielsweise Windkraft-Projekte sind ein besonderes Anliegen in der Finanzierung. Bei der Festsetzung von Länderlimits wird auf die Einhaltung von Menschenrechten geachtet.
Corporate Social Responsibility – die Investkredit-Gruppe als engagiertes Mitglied der Gesellschaft
Insgesamt hat die Investkredit-Gruppe für Social Sponsoring im Berichtsjahr rund EUR 0,5 Mio. aufgewendet. Damit hat sie über 100 Projekte und Aktivitäten im Sozialbereich unterstützt. Im Sinne einer verantwortlichen Unternehmensphilosophie ist sich die Spezialbanken-Gruppe ihrer gesellschaftlichen Aufgaben bewusst. Sie versteht diese nicht als Verpflichtung, sondern als Teil ihrer grundsätzlichen Ausrichtung:
- Verantwortung besteht vor allem gegenüber den Stakeholdern (wie Eigentümern, Geschäftspartnern, Finanzmarkt-Partnern, Kunden, Behörden und MitarbeiterInnen) und wird im Wege einer wertschätzenden Haltung gelebt.
- Verantwortung impliziert darüber hinaus, jenen Menschen Beachtung zu schenken, die sich an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt fühlen.
Das Social Sponsoring-Konzept der Investkredit orientiert sich dabei an zwei Zielrichtungen:
- Von sozialen Einrichtungen initiierte Projekte zu unterstützen, die noch nicht über eine ausreichende öffentliche Wahrnehmung verfügen und
- Vorhaben von Organisationen mit zu tragen, die jeder zusätzlichen Unterstützung dringend und aktuell bedürfen.
Anliegen der Investkredit ist es auch, Partnerschaften zwischen Wirtschaft und den Non-Profit-Organisationen nicht nur auf eine finanzielle Basis zu stellen, sondern vor allem durch die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Ideen zu intensivieren.
Im Konkreten reichte das soziale Engagement der Investkredit im Berichtsjahr von der Unterstützung von Gesundheits- und Fürsorgeeinrichtungen in Österreich (Projekte wie z.B. das Kinderschutzzentrum „Möwe“, die Betreuungseinrichtung „Gruft“ für Obdachlose, das Caritas-Kinderheim „Am Himmel“, die Österreichische Autistenhilfe, das „Haus der Künstler“ in Gugging, das CS Hospiz am Rennweg, der Verein „Grüner Kreis“ zur Rehabilitation und Integration Suchtkranker) bis zu lebenserhaltenden Projekten im Sudan bzw. für Straßenkinder in Indien und Rumänien. Für besonders unterstützenswert hält die Investkredit Entwicklungsprojekte zur Förderung lokaler kleingewerblicher Strukturen („micro-loans“). Eine Roma-Initiative in der Pfarrgemeinde Jarovnice wurde anlässlich der Eröffnung der Repräsentanz in Bratislava gefördert, genauso wie diverse Maßnahmen zur Unterstützung für die Betroffenen der Flutkatastrophe zu Jahresende umgesetzt wurden (so z.B. die Give-Hope-Initiative des Dokumentarfilm-Duos Elisabeth Guggenberger und Helmut Voitl bzw. die Finanzierung eines der Kurier-Häuser im Österreich-Dorf in Sri Lanka).
Die Ausstellung „Ver-rückte Perspektiven“ in der Investkredit Bank AG hat erstmals eine gemeinsame Plattform für Bilder aus vier Kunstinitiativen der Caritas der Erzdiözese Wien geschaffen. Dieses Projekt stellte einen gelungenen und öffentlich beachteten Brückenschlag zwischen dem sozialen und kulturellen Engagement der Bank her. Aus der Ausstellung entwickelte sich eine „Weihnachtskarte mit Sinn“, die ein Werk der Künstlerin Sieglinde Drescher, einer Bewohnerin der Caritas-Behinderteneinrichtung Lanzendorf, zeigt.
Das kulturelle Engagement der Investkredit ist danach ausgerichtet, eine Öffnung für moderne Kunst zum Ausdruck zu bringen und neue Ideen sichtbar werden zu lassen. Es umfasst eine eigene Sammlung zeitgenössischer Kunst, die auch im Berichtsjahr um rund 20 Kunstwerke erweitert wurde, sowie die Förderung einzelner Kunstprojekte. Mit der Ausstellung „Alfred Czerny – Auf der Suche nach zeitloser Schönheit“ war die Intention verbunden, die Aufmerksamkeit einer breiteren Öffentlichkeit auf das Werk Alfed Czernys – Schüler von Fritz Wotruba – zu lenken. Zur Ausstellungseröffnung wurde auch ein Buch über das Lebenswerk des Künstlers präsentiert.
2004 wurde auch die Veranstaltungsreihe INVEST-Porträts mit schöpferischen Persönlichkeiten aus dem Bereich „creative industries“ weitergeführt. Es waren dies von Nadja Mader moderierte Gespräche mit der Schauspielerin Mijou Kovacs sowie dem Dokumentarfilm-Duo Elisabeth Guggenberger und Helmut Voitl. Aus dem Bestreben, Gelegenheiten zu schaffen, bei denen Wirtschaft und Kultur eine gemeinsame Plattform finden, wurde auch die RadioKulturhaus-Reihe „Zeitgenossen im Gespräch“ gesponsert.
Das sozial-kulturelle Engagement gilt auch für die Kommunalkredit, die 2004 bereits zum dritten Mal Generalsponsor des Kunst-Adventkalenders am Wiener Rathaus war. Dieser zählt zur größten Spendenaktion im Rahmen von „Licht ins Dunkel“.
